Das Comeback von Michael Schumacher – knapp vorbei am Podium

Michael Schumacher muss immer noch auf den ersten Podestplatz seit seinem Comeback warten (&copy Mercedes-Benz)

Michael Schumacher muss immer noch auf den ersten Podestplatz seit seinem Comeback warten (© Mercedes-Benz)

Etwas Glück gehört bei Regen sicherlich immer dazu – genauso wie einige richtige Entscheidungen bei der Strategie. Manchmal kommt man im richtigen Moment an die Box und hat ein gutes Näschen bei der Reifenwahl. Oder einen guten Draht zum Wettergott. Viele Dinge kommen bei einem Formel 1-Rennen zusammen. Und ohne den Fahrer ist jede gute Strategie, jede gute Reifenwahl, jedes bisschen Glück rein gar nichts wert.

Bei Michael Schumacher lief es an diesem Wochenende so richtig gut. Ganz knapp verpasste er den ersten Podiumsplatz seit 2006. Er musste in den letzten Runden zunächst den späteren Sieger Jenson Button ziehen lassen, kurze Zeit später dann Mark Webber. So landete er zum Schluss nur auf Rang 4 – immerhin sein bestes Ergebnis seit seinem Comeback. Er sagt selbst zu seinem Rennergebnis:

„Nach diesem Rennen habe ich ein lachendes und ein weinendes Auge. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich darüber glücklich oder enttäuscht sein sollte. Natürlich wäre ich gerne Zweiter geworden und auf das Podium gefahren, aber obwohl das letztlich nicht gelungen ist, können wir mit dem Ergebnis und unserer Leistung zufrieden sein. Möglich wurde dies durch eine gute Strategie nach der roten Flagge und ich freue mich sehr für unser Team. Auch möchte ich den Zuschauern ein großes Kompliment aussprechen, die unter so schwierigen Bedingungen so lange ausgeharrt und uns angefeuert haben. Das war wirklich beeindruckend und ich bin froh, dass ich einen Teil zu ihrer Unterhaltung beitragen konnte.“

Beim Grand Prix von Kanada landete er auf Rang 4 (© Mercedes-Benz)

Dieses gute Ergebnis wird ihn sicher in seiner Entscheidung weiterhin bekräftigen, ein Comeback in der Formel 1 zu feiern. Ich habe mir zuletzt viele Gedanken gemacht, wie es nun weitergehen mag mit dem 7fachen Weltmeister. Eigentlich hat er kaum noch etwas zu verlieren. Er ist zurück, er will gewinnen, das ist sein Anspruch. Würde er jetzt zurücktreten, dann hätte er doch einiges von seinem alten Image verloren. Natürlich wird er bei vielen seiner alteingesessenen Fans immer als der Überflieger der Nation in Erinnerung bleiben. Doch bleibt doch immer der dunkle Schatten des erfolglosen Comebacks.

Seine einzige Chance ist zu gewinnen. Vielleicht nicht die Weltmeisterschaft, aber doch das eine oder andere Rennen. Er muss als Sieger zurücktreten, nicht als Verlierer. Deswegen wird er wohl weiterfahren. Und ich glaube auch, dass er – so lange seine Gesundheit und Kondition mitspielen – sicherlich der Formel 1 noch eine Weile erhalten bleibt. Vielleicht sogar bis 2014, wie es die BILD-Zeitung kürzlich schrieb.

Die Michael Schumacher-Fans werden sich freuen. Und ganz ehrlich: Die Premiere beim Grand Prix von Kanada, nämlich ein enger Fight zwischen dem Jungspund Sebastian Vettel und dem Formel 1-Rentner Michael Schumacher verursacht Gänsehaut pur. Denn von jung bis alt, diese Generationen-Duelle sind für alle ganz besonders. Und von diesen Positionskämpfen möchten wir möglichst noch viele sehen …

Formel 1: Strahlender Sieger in Kanada: Jenson Button

Strahlender Sieger: Jenson Button (© Pirelli Deutschland)

Strahlender Sieger: Jenson Button (© Pirelli Deutschland)

Jenson Button war der große Sieger beim Grand Prix von Kanada. Er wird wegen seiner sehr weichen Fahrweise auf “Reifenflüsterer” genannt. Diese schonende Fahrweise kam ihm in jedem Fall beim Rennen zugute. Aber nicht nur das: Er zeigte echten Kampfgeist, denn das Rennen lief alles andere als glücklich für ihn. Er kollidierte mit seinem Teamkollegen Lewis Hamilton und musste erst einmal in die Box. Er war zudem der erste Fahrer, der überhaupt auf Intermediates wechselte. Zu früh, denn kurze Zeit später regnete es wieder stärker und er musste erneut in die Box, um sich wieder die klassischen Regenreifen zu holen. Zum Schluss profitierte er zunächst von einem kleinen Fehler von Mark Webber, der eigentlich vor ihm war, sich aber die Zähne an Michael Schumacher ausbiss. Webber musste die Schikane abkürzen und das war die Chance für Jenson Button, am Australier vorbeizuschlüpfen. Mit seinem funktionierenden KERS sowie DRS war es dann auch kein Problem, Michael Schumacher zu überholen. Er hatte es also innerhalb kürzester Zeit geschafft, noch auf Platz 2 zu fahren. Das allein wäre schon eine großartige Leistung gewesen. Aber nicht genug für Jenson Button – und wohl jedem anderen Rennfahrer. Erst in der allerletzten! Runde war er wirklich dicht genug dran, um überhaupt sein DRS aktivieren zu dürfen. Und dann hatte er Glück. Der Druck war offenbar zu groß für Sebastian Vettel. Er kam kurz von der Strecke – Jenson Button schlüpfte vorbei. Ein wahres Herzschlagfinale. So ein spannendes Rennen habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Wahnsinn!

Eigentlich konnte nur einer so richtig lachen: Jenson Button. Sebastian Vettel ärgerte sich selbst wohl am meisten über seinen kleinen Fehler in der letzten Runde (© Pirelli Deutschland)

Neuer Rekord, was die Safety Car-Phasen betraf. An diesen Anblick mussten sich die Fans und Fahrer gewöhnen. (© Pirelli Deutschland)

Rennbericht Grand Prix von Kanada: Jenson Button siegt im Herzschlagfinale

In einem spannenden Rennen konnte Jenson Button auf den letzten Meter noch gewinnen (© McLaren)

In einem spannenden Rennen konnte Jenson Button auf den letzten Meter noch gewinnen (© McLaren)

Der Grand Prix von Kanada war heute an Spannung kaum zu überbieten. Überraschender Sieger: Jenson Button, der auf den allerletzten Metern noch an Sebastian Vettel vorbeizog. Das Rennen war geprägt von zahlreichen Safety Car-Phasen, einer Vielzahl von Unfällen, einem Rennabbruch wegen des starken Regens, Überholmanövern und Reifenwechseln. Aber lest am Besten selbst nach …

Der Start

Sebastian Vettel konnte sich bei der Qualifikation die Pole Position sichern und hatte somit sicherlich die besten Karten beim Start. Theoretisch. Doch eine Sache brachte ein wenig Durcheinander in das Rennen: Es regnete. Und keiner der Fahrer konnte bislang Erfahrungen mit den Pirelli Reifen bei Regen sammeln.

Das Ganze wurde allerdings ein wenig entschärft, indem hinter dem Safety Car gestartet wurde. Die Sicherheit der Fahrer geht natürlich immer vor. Das bedeutete, dass alle Fahrer auch auf Regenreifen starten mussten, so sieht es das Reglement vor. Schade natürlich, denn so wurde jede Menge Spannung und Brisanz aus dem Rennen genommen. Und ein klarer Vorteil für Sebastian Vettel, weil er so keinen Angriff vom Blitzstarter Fernando Alonso fürchten musste. Diese Entscheidung ist sicherlich zu diskutieren, doch am Ende hat natürlich Charlie Whiting, der Renndirektor der Formel 1, das letzte Wort.

Die ersten Runden …

In Runde 5 wurde das Rennen dann offiziell freigegeben und Bernd Mayländer fuhr zurück in die Boxengasse. Es wurde direkt spannend, nicht nur ganz vorne kamen sich Sebastian Vettel und Fernando Alonso direkt in die Quere und es wurde super eng, sondern auch ein paar Positionen weiter hinter kam es zur Kollision. Lewis Hamilton stoß mit Mark Webber zusammen und drehte diesem um; er konnte jedoch weiterfahren. Die Plätze, die er bei dieser Aktion verlor, konnte er direkt wieder aufholen. Sebastian Vettel konnte bei freier Fahrt direkt 2 Sekunden Vorsprung herausfahren.

Ausfall von Lewis Hamilton

Weiter hinten war es bedeutend spannender. Lewis Hamilton hatte sein Temperament mal wieder nicht unter Kontrolle. Er kollidierte mit seinem Teamkollegen Jenson Button und demolierte seinen Boliden so sehr, dass er nicht mehr weiterfahren konnte. Er versuchte noch zur Box zu kommen und musste sein Auto dann an einer wirklich sehr ungünstigen Stelle abstellen. Das bedeutete eine weitere Safety Car-Phase. Pech für Sebastian Vettel, der sich schon 5 Sekunden herausgefahren hatte, die er dann dadurch wieder verloren hat. Und Pech für Lewis Hamilton – der stärkste Verfolger von Sebastian Vettel im Kampf um die Weltmeisterschaft. Diese Nullnummer wird ihn nun wieder weiter zurückwerfen.

Restart

Nachdem das Auto von Hamilton von der Strecke entfernt wurde, konnte das Rennen erneut gestartet werden. Zu dieser Zeit war es immer noch nass auf der Strecke. Der erste Fahrer, der auf die Intermediate-Reifen wechselte, war Jenson Button. Der hatte nicht viel zu verlieren, da er nach der Kollision mit Lewis Hamilton sowieso in die Box kommen musste.

Beim Neustart machte Sebastian Vettel zum 2. Mal eine gute Figur und konnte seinen ersten Platz sichern. Weiter hinten wurde es ziemlich eng zwischen Nico Rosberg und Michael Schumacher, die auf Rang 4 und 5 fuhren. Jenson Button bekam von den Rennkommissaren eine Durchfahrtstrafe aufgebrummt, da er offenbar zu schnell hinter dem Safety Car war.

Die ersten Boxenstopps der Spitzengruppe

Fernando Alonso und Nico Rosberg waren die ersten der Spitzengruppe, die in die Box kamen. Beide wechselten auf Intermediates. Das schien zu dieser Zeit auch die bessere Wahl zu sein, da zumindest Jenson Button um die 2 Sekunden schnellere Runden fahren konnte.

Der große Regen

In der 20. Runde fing es wieder an, heftiger zu regnen. Das Safety Car kam erneut zum Einsatz. Erneut Pech für Sebastian Vettel, der seinen Vorsprung von knapp 10 Sekunden damit wieder verlor. Er machte das Beste aus der Situation und fuhr erstmal in die Box, um sich neue Regenreifen zu holen. Damit übernahm Felipe Massa die Führung in Kanada, doch nur für kurze Zeit. Eine Runde später kam auch er in die Box und holte sich vier neue Reifen.

Sebastian Vettel funkte währenddessen fleißig in seine Box. Seiner Meinung nach sei die Strecke unfahrbar bei diesem Regen. Zu dieser Zeit waren noch 20 min Regen bei gleicher Intensität vorhergesagt. Im Umkehrschluss bedeutet das, viele Runde hinter dem Safety Car oder sogar eine Rennunterbrechung?

Rennabbruch

In Runde 25 wurde das Rennen zunächst abgebrochen. Der Regen war einfach zu stark, um weiterzufahren. Alle Fahrer mussten in die Startaufstellung zurückfahren und darauf warten, bis das Rennen wieder neu gestartet wurde.

Restart

Die Warterei ging dann länger als gedacht. Erst um 21.50 Uhr deutscher Zeit wurde das Rennen hinter dem Safety Car wieder fortgesetzt. Nach der langen Wartezeit mussten sich die Fahrer innerhalb kürzester Zeit wieder voll konzentrieren. Nach einigen Runden hinter dem Safety Car wurde das Rennen wieder freigegeben. Dritter Restart für die Fahrer, Sebastian Vettel meisterte aber auch diese Herausforderung wieder souverän und blieb vorne. Kobayhashi, der sich durch eine gute Strategie auf Platz 2 vorgearbeitet hatte, musste sich gegen den Drittplatzierten Massa wehren und zunächst gelang ihm das auch.

Die meisten Fahrer fuhren ziemlich schnell an die Box, um auf Intermediates zu wechseln. Einzig Sebastian Vettel blieb noch ein wenig länger auf der Strecke.

Crash von Fernando Alonso

In Runde 27, gerade wenige Runden nachdem das Rennen wieder neu gestartet wurde, gab es eine Kollision zwischen Fernando Alonso und Jenson Button. Das Resultat: eine erneute Safety Car-Phase, ein Plattfuß bei Button und ein ausgeschiedener Spanier.

Beim erneuten Restart – es war dann bereits der vierte in diesem Rennen – machte Sebastian Vettel alles richtig und blieb vorne. Dahinter war es ziemlich eng zwischen Kobayhashi und Massa, aber auch weiter hinten gab es einen ziemlichen Fight zwischen Michael Schumacher und Mark Webber.

Im Laufe des Rennens durfte dann das DRS wieder aktiviert werden. Das machte das Überholen dann wieder ein wenig einfacher. Vor allem gibt es in Kanada eine Besonderheit, und zwar gibt es gleich zwei DRS-Zonen, in denen der Heckflügel geöffnet werden darf, um mehr Schub zum Überholen zu haben. 

Die letzten Runden

Zehn Runden vor Schluss, nach einer erneuten Safety Car-Phase wegen des Abflugs von Nick Heidfeld, kam es zu einem echten Showdown. Denn beim erneuten Restart attackierte Michael Schumacher wohl zum ersten Mal in der Formel 1-Geschichte Sebastian Vettel. Doch dieser konnte sich wehren und gleich ein wenig Vorsprung herausfahren.

Dahinter war es aber so richtig spannend. Denn innerhalb einer Sekunde fuhren gleich drei Fahrer um das Podium. Michael Schumacher, Mark Webber und Jenson Button. Ein Krimi auf vier Rädern, vor allem bei diesen Streckenbedingungen. Beim ersten Mal schoß Mark Webber wie ein australischer Wüstenfuchs am 7fachen Weltmeister vorbei, musste dann aber die Schikane abkürzen, so dass er Schumacher wieder vorbeilassen musste. Beim nächsten Mal kürzte Webber die Schikane ab, Jenson Button konnte vorbeiziehen. Er nutzte sein DRS und zog dann auch direkt an Schumacher vorbei. Der musste sich anschließend gegen Mark Webber wehren im Kampf um den dritten Platz. Das gelang ihm leider nicht, der Podiumsplatz für Schumacher leider erstmal verloren.

Das Finish

Vor allem die allerletzten Rennen waren wirklich atemraubend. So ein Rennen haben wir glaube ich schon lange nicht mehr gesehen. Jenson Button holte immer weiter auf, konnte aber erst in der vorletzten Runde sein DRS hinter Vettel aktivieren. Es war super knapp und ganz zum Schluss verlor einer die Nerven. Sebastian Vettel rutschte in der letzten Runde von der Idealspur – das ließ sich Jenson Button nicht nehmen. Er hat wirklich auf den allerletzten Metern noch das Rennen gewonnen. Trotz 6 Boxenstopps und der Kollision mit seinen Teamkollegen. That’s racing. Ich habe jetzt noch Gänsehaut vom Finish.

 

Nico Rosberg im Video-Interview: “Immer beide Hände ans Steuer!”

Nico Rosberg

Die vielen Knöpfe könnten den einen oder anderen Amateur durchaus verwirren. Aber die Formel 1-Fahrer haben sich an die unterschiedlichen Knöpfe am Lenkrad ihres Formel 1-Boliden längst gewöhnt. Müssen sie auch, denn bei Höchstgeschwindigkeiten von über 300 km/h müssen sie ihr Auto sicher über die Geraden und durch die Kurven bringen. Also volle Konzentration trotz atemberaubender Geschwindigkeiten und einer langen Renndistanz. Nico Rosbergs Tipp: immer beide Hände am Steuer. Ob im Formel 1-Auto oder im Straßenverkehr. Sicherheit geht immer vor!

 

Erneuter Triumph für Sebastian Vettel? Analyse der größten Favoriten

Lewis Hamilton gewann im letzten Jahr (&copy McLaren)

Lewis Hamilton gewann im letzten Jahr beim Grand Prix in Kanada (© McLaren)

In der Theorie ist die Formel 1-Strecke in Montreal gar nicht so gut für die Red Bull-Fahrer – zumindest von der Streckencharakteristika betrachtet. In der Theorie. Denn in der Praxis hat uns Sebastian Vettel wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, dass an ihm momentan kaum ein Fahrer vorbeikommt. Er ist bei der Qualifikation und auch bei den Rennen momentan das Maß aller Dinge. Das zeigt sich auch am Vorsprung, den er nach den bisherigen Rennen bereits in der Gesamtwertung hat.

Die Frage ist: Wann platzt die Siegesserie von Sebastian Vettel? Wann werden seine Konkurrenten endlich wirklich konkurrenzfähig sein. Am Auto allein kann es nicht liegen. Denn auch Mark Webber, der Teamkollege von Vettel, kommt momentan an den Deutschen nicht ran. Beim Grand Prix in Kanada machte vor allem Ferrari bislang eine gute Figur. Ich denke, dass man ihnen viel zutrauen kann für das Rennen. Mit seinem Siegeswillen ist Fernando Alonso sicherlich die erste Wahl bei Ferrari, aber auch Felipe Massa präsentierte sich gestern stark. Nico Rosberg hat ebenfalls einen guten Startplatz sicher, doch wird man abwarten müssen, wie er sich beim Rennen dann präsentiert – und vor allem, wie gut seine Reifen das Rennen bewältigen. Hoffen wir, dass auch ansonsten keine bösen Überraschungen technischer Natur auf die beiden Mercedes-Fahrer warten.

Nico Rosberg kämpft hart für einen Platz auf dem Podest. Wird es ihm diesmal gelingen? (© Mercedes-Benz)

Und zum Schluss, McLaren. Von den beiden Fahrern hätte man bei der Qualifikation sicherlich mehr erwartet. Immerhin holten sie im letzten Jahr noch einen Doppelsieg. Was war da also los? Mit Rang 5 und 7 können beide sicherlich nicht zufrieden sein. Hamilton beschwerte sich in Interviews über den fehlenden Topspeed auf den Geraden. Geht das Team vielleicht von Regen aus und hat sein Setup dementsprechend eingestellt? Wenn ja, dann könnte McLaren entweder zu den strahlender Siegern zählen – wenn es tatsächlich regnen sollte – oder aber die Crew haben wieder einmal zu hoch gepokert und das wird ein ziemlich anstrengendes Rennen für Hamilton und Button.

 

 

Ergebnis Qualifying in Kanada – Sebastian Vettel auf Pole

Sebastian Vettel erneut auf Pole (&copy Red Bull Content Pool)

Keine große Überraschung brachte das Qualifying beim Großen Preis von Kanada, das gerade eben zu Ende ging. Sebastian Vettel konnte mit einer eindrucksvollen Fahrt die Pole-Position gewinnen.

Sebastian Vettel erneut auf Pole (© Red Bull Content Pool)

Es folgen die beiden Ferrari-Fahrer, die bereits das ganze Wochenende überzeugten. Fernando Alonso startet neben Sebastian Vettel aus der ersten Startreihe, Felipe Massa landete auf Rang 3. Unglücksvogel Mark Webber, der die letzte Trainingssession in der Box verbringen musste, konnte immerhin auf Rang 4 landen.

Lewis Hamilton, den viele für den Geheimfavoriten hielten, enttäuschte bei der Qualifikation ein wenig. Er landete nur auf Rang 5. Dafür konnte ein anderer ein wirklich gutes Ergebnis einheimsen, und zwar Nico Rosberg, der von Position 6 starten wird. Auf den nächsten Plätzen folgen Jenson Button, Michael Schumacher, Nick Heidfeld und Witali Petrov.

Auch wenn das Qualifying nun nicht wirklich eine Überraschung bot – zumindest was das Endergebnis betrifft – war es doch in jedem Fall recht spannend bis zum Ende. Nun wird es darauf ankommen, wie das Wetter morgen sein wird. Nasse oder trockene Bedingungen – das wird die entscheidende Frage sein. Regen ist zumindest angesagt und dann werden die Karten wieder neu gemischt.

Am Sonntag, ab 19 Uhr werden wir erstmal mehr wissen.  Dann startet das Rennen beim Großen Preis von Kanada in Montreal. Wie ist euer Tipp?

 

Formel 1: Letztes Training vor der Qualifikation

Ferrari möchte ein Wörtchen mitreden (&copy Pirelli)

Ferrari möchte ein Wörtchen mitreden (© Pirelli)

So langsam aber sicher nähern wir uns dem großen Showdown. Denn erst bei der Qualifikation geht es tatsächlich um die Wurst. Da sind wenige Zehntel, manchmal auch Hunderttausendstel entscheidend. Wer am Rennsonntag von der Pole Position startet, der hat sicherlich gute Karten beim Kampf um den Sieg. Einer, der seine Siegesserie ganz sicher nicht beenden will, ist Sebastian Vettel. Das hat er zumindest beim Training ganz klar unter Beweis gestellt. Denn nach der Nachmittagsession am Freitag, hat er auch die letzte Trainingssession kurz vor der Quali als Schnellster abgeschlossen.

Aber auch mit einem anderen Fahrer müssen wir rechnen. Fernando Alonso holt aus seinem Ferrari bislang wirklich alles raus. Er beendete auch das letzte Training wieder auf Rang 2, wie auch Trainingssession II, im ersten Training war er sogar Erster. Bislang konnten die Ferrari vor allem noch bei der Quali gute Ergebnisse erzielen, beim Rennen hat es bislang eher mittelmäßig geklappt. Auf jeden Fall sind sie wieder einmal starke Konkurrenten beim Kampf um die Trophäe. Und auch mit zwei anderen muss man rechnen.

Die Pirelli-Reifen spielen sicherlich auch an diesem Wochenende wieder eine wichtige Rolle (© Pirelli)

Im letzten Jahr konnten Lewis Hamilton und Jenson Button um McLaren einen Doppelsieg einfahren. Ich denke, dass sie auch dieses Mal wieder vorne mitfahren können. Und auch ein anderer zeigt sich sehr stark: Nico Rosberg. Er landete beim Abschlusstraining auf Rang 3 und kann sich gute Hoffnung machen, bei der Qualifikation ebenfalls gut abzuschneiden. Drückt ihm die Daumen.

Wieder einmal Pech hatte Mark Webber. Er konnte das letzte Training wegen technischer Probleme nicht mitfahren. Ich wünsche im sehr, dass er bei der Quali alles zusammenbekommt und ebenfalls eine schnelle Runde hinlegen kann.

Eine Sache kann das Karussell natürlich zum Drehen bringen: Regen. Dieser ist zwar vorhergesagt, aber bislang ist es bewölkt, von Niederschlag keine Spur. Das soll sich bei der Qualifikation jedoch ändern.

 

Vorschau Formel 1 in Kanada

Beim Rennen in Kanada sind die Teams wieder eng beieinander (&copy Pirelli)

Beim Rennen in Kanada sind die Teams wieder eng beieinander (© Pirelli)

Heute Abend, um 19 Uhr, beginnt das Qualifying beim Großen Preis von Kanada in Montreal. Dann entscheiden wieder wenige Runden darüber, wer am Sonntag von der Pole Position starten wird. Die Statistik spricht eindeutig für Sebastian Vettel, der die meisten ersten Startplätze in dieser Saison sichern konnte.

Doch für Sebastian Vettel gab es bei den ersten Trainingssessions nicht nur Höhepunkte. Im ersten Training küsste er die „Wall of Champions“. Sein demoliertes Auto konnte jedoch wieder repariert werden. Dafür machte er es im 2. Training wesentlich besser und landete dort auf Platz 2. Will heißen, mit Vettel müssen wir bei der Quali in jedem Fall rechnen.

Aber nicht nur Sebastian Vettel sorgte für die nötige Action im Training. Insgesamt drei Rotphasen gab es am Freitag. Den Anfang machte Adrian Sutil mit seinem Force India-Boliden, der in Kurve 7 gegen die Mauer rutschte. Für diesen Unfall gab es jedoch erst einmal nur gelbe Flaggen. Kurz später knallten jedoch Kobayhashi und D’Ambrosio in Kurve 4 gegen die Mauer, so dass das Training zweimal kurz unterbrochen werden musste.

Das 2. freie Training konnte zum Schluss Fernando Alonso für sich gewinnen. Er wäre sogar nicht schneller gewesen, wenn nicht Nick Heidfeld seine letzte schnelle Runde blockiert hätte. Das 1. Training konnte Nico Rosberg mit Bestzeit beenden. Das macht Hoffnung, vor allem weil die beiden Mercedes Fahrer bei der Nachmittagssession unter ferner liefen fuhren.

Die Reifen

Sicherlich werden die Pirelli Reifen wieder eine wichtige Rolle in Kanada spielen. Für das Qualifying besteht eine Regenwahrscheinlichkeit von immerhin 35 Prozent. Wenn es wirklich regnen sollte, dann sehen wir vielleicht wie bei der DTM letzte Woche ein spektakuläres Zeitenmessen um die Pole Position.

Übrigens: Bislang gab es in diesem Jahr durchschnittlich 61,5 Boxenstopps pro Rennen. Das entspricht 2,5 Stopps pro Fahrzeug. Pirelli befindet sich also auf bestem Wege, sein angekündigtes Ziel zu erreichen: zwei bis drei Boxenstopps pro Fahrzeug und Rennen

Mein Tipp

Red Bull hat sicherlich wieder gute Karten, muss aber auch mit einer starken Konkurrenz rechnen. Ich sehe vor allem Ferrari und McLaren als starke Wettbewerber nicht nur bei der Quali, sondern auch im Rennen selbst.

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Formel 1 Inside: Alonso flippt aus

Fernando Alonso sorgt kurz vor seinem Heimrennen mit negativen Schlagzeilen für Aufregung. Er attackierte den Fotografen Jordi Martin vor seinem Hotel. Dieser wollte offenbar einen Schnappschuss vom Formel 1-Fahrer mit seiner Freundin Dasha Kapustina. Was dann geschah, können wir auf Twitter sehen. 

Warum das Alonso so zum Ausflippen brachte, bleibt unklar. Immerhin stehen die Fahrer vor allen während der Rennphasen unter Dauerbeobachtung. Und Alonso geizt normalerweise nicht mit Fotos mit seiner Freundin.

Andere Stimmen vermuten jedoch, dass der Spanier in eine Falle gelockt wurde. Immerhin ist es schon komisch, dass direkt ein weiterer Fotograf in Nähe war, der im passenden Moment auf den Auslöser gedrückt hat. Und: Der angegriffene Fotograf hat sich einen Manager genommen und verlangt pro Interview einige Hundert Euro. Ja, da kann man schon mal ins Zweifeln kommen, ob da alles mit rechten Dingen zuging.

DTM-News: Jamie Green wechselt zu Audi

Nachdem in der Formel 1 bereits einige Fahrerwechsel bekannt gegeben wurden, dreht sich nun auch in der DTM das Fahrerkarussell. Der wohl spektakulärste Neuzugang konnte Audi verbuchen. Jamie Green wird das Team in der nächsten Saison verstärken und seinem bisherigen Arbeitgeber Mercedes den Rücken zukehren. 

“Zusammen mit unseren arrivierten Piloten und Stars sollten wir fahrerisch noch besser aufgestellt sein als bisher”

Dr. Wolfgang Ullrich

Weiter an Bord sind die beiden zweimaligen DTM-Champions Mattias Ekström und Timo Scheider, Race-of-Champions-Gewinner Filipe Albuquerque, der zweifache Saisonsieger Edoardo Mortara, Le-Mans-Sieger Mike Rockenfeller und Youngster Adrien Tambay, der in seiner ersten DTM-Saison mit Platz zwei in Valencia auf Anhieb ein Podiumsergebnis erzielte. Die Entscheidung über die Besetzung des achten Cockpits steht noch aus. Weiterlesen

Abschied von Michael Schumacher

Das letzte Rennen von
Michael Schumacher
(© HOCH-ZWEI)

Goodbye Michael Schumacher! Die Formel 1-Legende absolviert dieses Wochenende das letzte Rennen. Ein weiteres Comeback wie im Jahr 2010 schloss der Deutsche bereits aus. Diesmal müssen wir uns also endgültig von Michael Schumacher verabschieden.

Schumi feierte in seiner Karriere 91 Siege, stand 155 Mal auf dem Podest und gewann sieben Weltmeistertitel. Diese Karriere war wirklich einzigartig. Schumi, du wirst uns fehlen!

Wer ist die Freundin von Sebastian Vettel?

Er bringt seine Freundin nicht mit ins Fahrerlager
(Getty Images/Red Bull Content Pool)

Bekannt ist: Seine Freundin heißt Hanna Sprater und die beiden kennen sich noch aus Schulzeiten. Sie war eine Klasse unter ihm auf dem Gymnasium. Nach ihrem Schulabschluss studiert sie nun Textildesign an einer Fachakademie in Baden-Württemberg. Ihre Mutter ist übrigens Engländerin. Gemeinsam leben sie in einer alten Mühle nahe dem Bodensee in der Schweiz.

Zum ersten Mal zeigte sich das Paar öffentlich, als Vettel 2011 seinen WM-Pokal in Neu Delhi entgegennahm. Abseits dieser Veranstaltung gibt es leider nur Schnappschüsse aus dem Privatleben der Beiden. Mit einem ist das Paar eng verbandelt: Bernie Ecclestone. Beim Grand Prix in Indien in diesem Jahr feierten Hanna und Sebastian am Freitagabend mit Bernie und Fabiana Ecclestone den 82. Geburtstag des Formel-1-Geschäftsführers vor. Weiterlesen →

Spekulationen um Wechsel von Sebastian Vettel zu Ferrari

© Getty Images/Red Bull Content Pool

Gerüchte rund um einen Wechsel von Sebastian Vettel zu Ferrari gab es schon viele. Die Zeitpunkte variieren, doch insgeheim sind sich eigentlich viele Experten sicher, dass die Beziehung zwischen Vettel und Red Bull keine lebenslange ist. Die BBC hat das Gerücht gestern wieder angeheizt, indem von einem Vorvertrag bei Ferrari berichtet wurde. Und auch wenn alle Seiten direkt dementierten, so ganz haltlos sind die Spekulationen sicherlich nicht.

Sebastian Vettel reagierte mit einer Liebeserklärung an seinen Rennstall. Er habe alles bei Red Bull, was er braucht. Er fühle sich gut aufgehoben und fahre im besten Formel 1-Team der Welt. Ein Wechsel könne er sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen. Weiterlesen

Die Wahrheit über den Abschied von Schumacher

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Der Abschied von Michael Schumacher aus der Formel 1 lief nach Meinung vieler Kritiker eher unglücklich. Die Art und Weise der Bekanntgabe sorgte für viele Spekulationen. Viele sehen im Rauswurf von Schumacher einen Affront gegen den 7fachen Weltmeister. Nach so vielen Jahren sei dies keine Glanzleistung durch das Team gewesen.

Nun räumt Niki Lauda mit den Gerüchten rund um das missglückte Karriereende von Michael Schumacher auf und betont, dass Michael Schumacher nicht zum Rücktritt gezwungen wurde. Weiterlesen